Kimmo Heikkilä
Die Sommerversammlung in Ylivieska 1963 war meine erste Sommerversammlungs-Erfahrung. Die Anreise von Pudasjärvi aus erschien mir lang. Wir fuhren mit einem kleinen Fiat 600, den wir “Pompan nappi” nannten und die Ladung Gepäck auf dem Dach mit dem “Sopu-Zelt” war fast so gross wie das Auto selbst. Ich erinnere mich an die Lieder, das grosse Zelt, die lauten Stimmen, die Durchsagen und die Nächte, in denen ich im Zelt schlief.
Im Laufe der Jahre haben sich die Reisen zu den Sommerversammlungen angehäuft. Am Anfang waren es mein Vater, meine Mutter und meine Geschwister, in meiner Jugend Freunde und Neffen, und später meine eigene Familie. In den letzten Jahren waren viele der Ausflüge mit Oma und Opa und deren Enkelkindern. An all diese Ausflüge habe ich gute Erinnerungen.
Die Erfahrungen, ein “normaler” Versammlungsgast zu sein und an der Organisation beteiligt zu sein, sind etwas unterschiedlich. Der Inhalt der Sommerversammlungen, die Predigten, Lieder und Hymnen sind immer das Wichtigste. Es macht genauso viel Spass, bei einer Versammlung zu sein, der von anderen organisiert wurde, wie für die Organisation verantwortlich zu sein.
Als Verantwortlicher habe ich mich privilegiert gefühlt. Ich konnte die Organisation der Versammlung von innen kennenlernen und die vielfältigen Aufgaben sehen, die mit der Organisation verbunden sind. Bei der Sommerversammlung in Toholampi 1995 war ich der Leiter von einem der vielen Informationsbüros. Die Telefone waren Festnetztelefone, die Journalisten schrieben ihre Artikel natürlich schon am Computer, die Fotografen brachten volle Filmrollen mit, die im Fotostudio entwickelt wurden. Die bestellten Fotos wurden von einem Fototransmitter verschickt, der die Fotos einscannte und sie über die Telefonleitung an den Redakteur schickte. Die Methode war langsam, also arbeitete der Bote schneller.
Vor einigen Sommern war ich als Assistent an der Sommerversammlunsausgabe der Päivämies-Zeitschrift beteiligt. Mit Stift und Papier als Hilfsmittel musste ich mich genau auf die Reden konzentrieren, auf die ich mich bezog, und darüber nachdenken, welcher Punkt in der Rede besonders hervorstach. Als ein solcher Versammlungsgast hört man die Reden ein wenig anders. Die Reden wurden an den Computern im Informationszentrum transkribiert, wo man manchmal warten musste, bis man an der Reihe war. Mit dem Aufkommen von Laptops konnte man auch in einem Wohnwagen tippen.
Ich wurde gebeten, das Festtor für die Sommerversammlung in Nivala 2004 zu entwerfen. Mit der Aufgabe zu beginnen und erste Ideen zu entwickeln, begann schon im Herbst zuvor, als ich auf Vogeljagd war. Dort erhielt ich die Anfrage zu diesem Projekt. Eine Weile saß ich mitten im Wald auf einem Mooshügel und dachte über das Leitwort nach: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Der Gedanke reifte allmählich, und einige Wochen später stellte ich den Organisatoren einen Entwurf vor, den sie annahmen. Es war schön, schliesslich das fertige Tor auf dem Versammlungsplatz zu sehen.
Bei der Sommerversammlung in Sievi im Jahr 2008 war ich Vorsitzender des Informationsausschusses. In der Kommunikationsarbeit befand man sich mitten im Austausch zwischen den Medien, den Zeitungsredakteuren und der Informationsarbeit der Veranstaltungsorganisation.
Inmitten der großen Informationsflut blieb man zwar im Allgemeinen gut über das Geschehen der Versammlung auf dem Laufenden, doch das Anhören der Predigten kam dabei zwangsläufig etwas zu kurz.
Bei der kommenden Sommerversammlung trage ich die Verantwortung für die Wegweisungs- bzw. Beschilderungskommission, deren Vorsitzender ich bin.
Zu den Aufgaben der Kommission gehören Dinge, die ich selbst gar nicht machen könnte – aber das muss ich auch nicht. Ich darf dabei sein und zusehen, wie die sachkundigen Mitglieder der Kommission ihre Arbeit tun.
In der Beschilderungskommission haben wir auf Grundlage des Leitworts der Ssommerversammlungen das grafische Erscheinungsbild der Versammlung geplant. Darauf basieren das Layout der Internetseiten und Mitteilungen der Sommerversammlungen sowie das Festtor. Dasselbe Erscheinungsbild wiederholt sich auch in allen Drucksachen, im Abzeichen der Versammlung und im Programmheft.
In der grossen Versammlungs-Stadt werden viele verschiedene Wegweiser und Hinweisschilder benötigt. Diese werden gemeinsam mit anderen Ausschüssen geplant; vorhandene werden – soweit möglich – weiterverwendet und bei Bedarf neue angefertigt.
In den Sitzungen des Hauptausschusses erhält man einen Gesamtüberblick über die Vorbereitungen der Sommerversammlungen und über die Arbeit aller Ausschüsse. Viele Aufgaben gab es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht. Die Entwicklung der Technik, veränderte behördliche Vorschriften, neue Formen der Informationsvermittlung, das Internet und die zunehmende Internationalität haben vieles verändert. Auch die sozialen Medien sind zu einem wichtigen Instrument der Information über die Suviseurat geworden.
In vielen Bereichen wird besondere Fachkenntnis und spezielles berufliches Können benötigt. Es ist ein Segen Gottes, dass sich für jede Aufgabe die richtige Person gefunden hat – jemand, der sein Fach versteht und bereit ist, für das Werk des Reiches Gottes zu arbeiten.
Die zentrale Botschaft der Sommerversammlung, die gute Nachricht von der Vergebung der Sünden, die für alle zugänglich ist, ist und bleibt dieselbe. Deshalb lohnt es sich, sich an der Arbeit der Sommerversammlungen zu beteiligen.
Veröffentlicht in Päivämies 19.2.2026
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Vorbereitungen der Sommerversammlung in KauhavaDie Sommerversammlung des Sommers 2026 in Kauhava wird bereits vorbereitet. Die Vorbereitungen werden im Frühjahr und im Sommer intensiviert. Das Kommunikationsteam wird eine Reihe von Blogeinträgen veröffentlichen, welche uns einen Einblick in die Vorbereitungen und Ideen hinter der Sommerversammlung geben. |

